Ein Mensch, der mein berufliches Leben entscheidend geprägt hat, sagte vor ungefähr 35 Jahren während meiner Ausbildung zu mir: Geh raus auf den Marktplatz und höre zu, was die Menschen sagen. Das war damals für mich als junge Journalistin die beste Anregung, die ich hätte bekommen können und das war und ist für mich als Kommunalpolitikerin eine der wichtigsten Tugenden. Zuhören und mich immer wieder fragen, was ich in einer bestimmten Lage beitragen kann. 

Kommunalpolitik beschäftigt mich seit ungefähr 40 Jahren, ich bin seit 2008 im Kreistag und seit 2014 im Stadtrat, war stellvertretende Landrätin und bin derzeit Bürgermeisterin. Dadurch kenne ich beide Verwaltungen und bin sehr gut vernetzt. Nichts hat sich in all der Zeit in einem Punkt geändert: Ich engagiere mich dort, wo ich am besten wirksam sein kann. Wo ich Menschen dabei unterstützen kann, ein gelungenes Leben zu führen, wo ich Zukunftsfragen mitdiskutieren kann und wo möglichst pragmatische Entscheidungen getroffen werden für Gegenwart und Zukunft, für alle Generationen und für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft. Ich bin 56 Jahre alt und beruflich wie privat etabliert.

Was ich für die Position, um die ich mich bewerbe neben der kommunalpolitischen Erfahrung für besonders wichtig halte:

Ich kann Management. Ich kann Führung oder Leadership wie wir heute eher sagen. Ich kann Moderation.
Ich war eine sehr frühe Führungskraft in einer hoch-diversen Branche, der Medienbranche, und ehrlich gesagt denke ich heute noch oft mit Grauen an die Fehler, die ich damals gemacht habe. Das Gute ist: All diese Fehler werde ich nicht ein zweites Mal machen und meine Lernkurve ist vermutlich als durchaus positiv zu bewerten. In meiner mittlerweile ja schon langjährigen Trainerlaufbahn habe ich unzählige Managerinnen und Manager in puncto Leadership beraten, mitgeholfen, Teamkonflikte zu managen und auch präventive Maßnahmen mitgestaltet. Es heißt, ich sei management-begabt, aber ich habe auch eine lange Zeit des Lernens und der Weiterentwicklung hinter mir.

Ich weiß, dass es unendlich wichtig ist, Menschen in ihren Stärken zu bestärken.

Als Oberbürgermeisterin werde ich den Fokus auf Gemeinsamkeit legen, auf Dialog, auf miteinander entwickelte Lösungen, auf die sich Bürgerinnen und Bürger und der Stadtrat verständigen können. Ich strebe eine grundlegende Änderung der Vorgehensweise im Gremium an. Der Stadtrat wird sich nach meinen Vorstellungen bei wichtigen Themen und Handlungsfeldern zuerst auf ein Vorhaben einigen und dann einen Realisierungsauftrag an die Verwaltung geben.

Es geht mir immer um die ganz konkrete Suche nach Lösungen. Ich will nicht wissen, was nicht geht, sondern wie etwas funktionieren kann.

Mein Name ist Birgit Mooser-Niefanger und ich lebe seit mehr als 30 Jahren in Freising in meinem Zuhause im historischen Kammerhof.